"Der japanische Siebener der 90er!"

Ciao

Zuverlässig........durstig!

Mitsubishi Sigma  F07 
Baujahr 1994
Bauzeit 1993-1996
Generation 1. Generation
   
Kraft  
Leistung 170 PS bei 5500 U/Min
Hubraum 2972 ccm
V-Max 205 km/h
0-100km/h 10,7 s
theoret. 1/4-Meilezeit (o. Fahrer) 17,01 s
max. Drehmoment 248 Nm bei 3000 U/Min
Leistungsgewicht 9,7 kg/PS
Luftwiderstand 0,31 cW
   
Technik   
Motor V6 
Einbauart vorne quer
Zündung MPI-Einspritzung 
Antrieb Front 
Getriebe 4-Gang-Automatik
Bremsen Scheiben vorne u.hinten
Batterie

12V 53Ah

Kraftstoff

Super - Benzin

   
Maße und Gewichte   
Höhe 1505 mm
Breite 1775 mm
Länge

4800 mm

Leergewicht

1660 kg 

Tankinhalt

71 Liter

Verbrauch

14 l / 100km

Kofferraum

811 - 1459 Liter 

Wendekreis 12,10 m
   
Räder und Fahrwerk  
Felgen FLW ProLine B500 
Felgengröße 7J x 16 H2 ET40
Reifen  
Reifengröße 205 / 55 / R16  94V
Fahrwerk original
   
Ausstattung  
Lackierung Strato-Grau
Radio Panasonic 
10fach-CD-Wechsler original
Fensterheber elektrisch 
Schiebedach elektrisch
Lenkung Servo
Klimaanlage original
Anhängerkupplung  nicht abnehmbar
Zentralverriegelung original
Dachreling original
Heckspoiler original
Frontspoilerlippe original
Aussenspiegel beheizbar
Scheinwerferwasch. original
Mittelarmlehne universal
   
Sicherheit  
Airbags Fahrer u. Beifahrer
ABS original
Alarmanlage original
3. Bremsleuchte original
   
Unterhalt   
Kosten Stand 2014
Steuern 454 € / Jahr
Haftpflicht Typklasse 19
Teilkasko Typklasse 21
Vollkasko Typklasse 20
   

Abwrackprämie

01.2009-10.2010 

 

Verschrottung Sigma

Limousine und Kombi

136 Stück
 
 

DRIVESTYLE

Soundtrack zu diesem Wagen:

Alles!

 

Revier:

Stadt: 20%  Autobahn: 5%  Landstrasse: 75%

 

Reaktionen zum Wagen:

"Was ist das? Ein Galant? Sigma? Wo kommt der her? Australien?"

 

Schönstes Erlebnis mit dem Wagen:

Das Gasgeben!

 

Dieses Modell in eigenen drei Worten:

groß, bequem, schnell

 

 

Der Sigma Station Wagon war der erste offiziell in Deutschland angebotene Wagen aus Australien.

Motorisierung des Sigma Station Wagon

F07W - 3 Liter mit 170 PS

Gebaut in:

Südaustralien (Tonsley Park)

Bedeutung des Modellnamens:

18. Buchstabe des griechischen Alphabets

Vorgänger:

keiner

 

Nachfolger:

keiner

Mitsubishi Sigma Kombi im Modellbau:

keine

Mitsubishi Sigma Kombi in Zeitschriften:

AutoMotorSport 11/1993 - Vergleich mit BMW 525i Touring, Citroen XM, Ford Scorpio, Lancia Thema, Mercedes 220 TE, Audi 100, Opel Omega, Toyota Camry, Volvo 850

AutoZeitung 12/1993 - Fahrbericht 

mot 25/1993 - Fahrbericht


Marktwerte

Mitsubishi Sigma Station Wagon 170 PS

Neupreis: 48.900,-DM

Stückzahl: 3.229 Einheiten in Deutschland 

Kraftfahrt-Bundesamt-Statistik für dieses Modell:

In der offiziellen KBA-Statistik wird der Mitsubishi Station Wagon nicht gesondert aufgeführt - daher nur die Gesamtzahlen ohne detailierte Auflistung.

AUTO-Biografie

 

Moin Moin allerseits! Wie viele andere Autos hat auch mich die Altersdemenz recht früh ereilt. Liegt wohl am zuletzt recht exzessivem Genuss von Benzin - ich wurde sogar schon als Säufer bezeichnet!

Jedenfalls kann ich deshalb auch nicht ausreichend über meine früheren Besitzer berichten. Ich kann mich noch vage an harte Winter in Norwegen erinnern, wo ich mal für einige Zeit gelebt hatte. Dort bekam ich auch einen Schalter, mit dem ich meine Heckleuchten zuschalten konnte. Wenn ich ganz normal das Abblendlicht an hatte, blieben die Heckleuchten aus - diese musste man erst zuschalten. Hmmm..... vielleicht war ich ja ein Fluchtfahrzeug....

 

Der letzte, an den ich mich erinnern kann ist ein junger Paketdienstfahrer namens René. Ich wohnte bei ihm für kurze Zeit auf einer kleinen, eigenen Auffahrt in Barsbüttel. Er behielt mich nur für wenige Wochen und die Fahrten beschränkten sich auf kleine Einkaufsfahrten mit seiner kleinen Tochter. Sie fand mich schon gut - aber besonders großen Eindruck machte ich auf die getrennt lebende Mutter. Leider war ich dem René im Unterhalt doch zu teuer und so versuchte er mich übers Internet zu verkaufen. Ein junger Interessent kam bald darauf vorbei und war sofort von mir begeistert. Als René ihn aber darüber aufklärte, daß ich schon allein in den Steuern mehr kosten würde als dessen Ford Fiesta war das Interesse sofort weg. Witzbold! Was erwartet er denn von einem 3-Liter-V6??? Leute gibt´s.

Schließlich kam an einem verregneten Nachmittag ein Pärchen in einem alten Civic angefahren und nahm mich nach einer Probefahrt sofort mit in den Norden nach Klein Wittensee.

Mein neuer Besitzer Jürgen war von meinem kräftigen Motor und dem Platzangebot begeistert. Nun war ich keine Familienkutsche mehr sondern eine Bierkutsche - Mann, passen viele Bierkisten in mich rein! Das hatte vorher auch noch niemand bei mir ausprobiert. Komfortabel brachte ich ihn täglich überall hin und ich bekam meinen ersten eigenen Spitznamen: "SIGGI". Aber bald fing Jürgen an sich über meinen Durst zu beschweren. 14 Liter auf 100 km waren ihm zu viel und trotzdem fuhr er mich bis zum Saisonende weiter. Da hat die Vernunft verloren! Schließlich löste mich ein Honda Prelude ab, den ich erstmal per Starthilfe überreden musste: Japananer unter sich. Pünktlich zum 01.05.2012 kam ich in die Halle, wurde abgedeckt und konnte den Sommerschlaf beginnen.....dachte ich.

Allerdings kam ein Monat später ein ungleiches Pärchen vorbei und bestaunten meine Extras. Meine Klimaanlage in Verbindung mit der Automatik waren genug Gründe mich zu kaufen. Jürgen verkaufte mich schweren Herzens an die euphorische Andrea. Er beteuerte immer wieder daß er mich gerne behalten hätte, wenn doch nur meine Saufmarotte nicht gewesen wäre. Andrea tat meinen Durst damit ab, daß Jürgen ja eher einen sportlichen Fahrstil hätte und sie ja ganz anders fahren würde.

Mein neues Zuhause war eine schlaglochreiche Nebenstraße in Rendsburg. Meine neue Besitzerin wollte mich in Raten bei Jürgen abzahlen - allerdings bekam er nur 30% des Kaufpreises. Bei dem Rest kann er "raten", wann und ob er das restliche Geld bekommen wird - Ratenkauf eben. Ich wurde aber immer weniger zum Einkaufen mitgenommen und zum Schluss wurde ich gar nicht mehr bewegt. Andrea konnte meinen Lebensstil schon nach kurzer Zeit nicht mehr finanzieren. So fristete ich mein Dasein unter harzenden Bäumen und schaute traurig den anderen Autos zu, wie sie um mich herum täglich bewegt wurden. Ich verwilderte immer mehr. Im Innenraum war ich übersät mit Asche, Kippen und anderem unappetitlichem Müll. Auf meinem Lack bildete sich eine Schicht aus Vogelkot, Harz und Laub. Selbst der alte Jetta (mein Parkplatznachbar) gab mit seinem verblichenen roten Lack eine bessere Figur ab als ich!

Ab und zu konnte ich durch meine tränengefüllten, angelaufenen Scheinwerfer Jürgen vorbeifahren sehen, der mich nur mitleidig kopfschüttelnd ansah. Am liebsten wäre ich ihm hinterher gefahren. 

So blieb ich den restlichen Sommer bis in den Winter hinein dort stehen und wurde nicht mehr bewegt. Im Januar 2013 kam ein Südländer vorbei, schraubte mir Nummernschilder dran und nahm mich mit in den Nachbarort Fockbek. Dort wurde ich notdürftig bei Eiseskälte gereinigt, abfotografiert und zum Kauf angeboten. Nun stand ich dort mit einigen anderen Autos direkt an der Hauptstraße und wartete auf ein neues Herrchen oder Frauchen. Ich wurde groß mit meinem Resttüv bis März 2013 beworben, aber der Südländer sprach immer wieder von "Export".

Was das nun wieder heissen sollte?!

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